Stressbedingter Haarausfall

Gesunde Haare sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein Zeichen für allgemeines Wohlbefinden, denn: Geht es dem Körper nicht gut, äußert sich dies anhand verschiedener Zeichen – Haarausfall ist eines davon. Vor allem Stress setzt dem gesamten System zu und kann somit auch ein Grund für Haarausfall (als Folge) sein. Welche Formen von Stress zu Haarausfall führen, was Sie dagegen tun und wie Sie vorbeugen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Stress kann zu jeder Form von Haarausfall führen

Es wird häufig unterschätzt wie schwerwiegend sich Stress auf den Körper auswirken kann. Die Einschätzung, dass Stress „nur“ die Psyche beeinflusst und schlichtweg falsch. Gleichzeitig gilt es zwischen verschieden Arten von Stress zu unterscheiden:

stressbedingter Haarausfall
Stress – egal ob emotionaler oder physischer Stress – kann zu allen Arten von Haarausfall führen.
  1. Körperlicher Stress: Stress ist nicht nur psychisch bedingt. Auch eine schwere Krankheit oder übermäßiges Krafttraining setzt den Organismus unter Druck, damit unter Stress und dementsprechend äußert sich dieser Stress in negativer Form körperlich und psychisch.
  2. Emotionaler Stress: Die bekanntere Form von Stress, die Sie selbst sicher schon erlebt haben. Aufgrund besonderer Ereignisse, wie die anstehende Deadline beim großen Projekt im Job, eine Trennung oder ein Todesfall beispielsweise, fühlen Sie sich überwältigt und stehen so unter emotionaler Dauerbelastung. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Ebenso wie es verschiedene Formen von Stress gibt, existieren natürlich auch unterschiedliche Arten von Haarausfall – und alle können durch Stress ausgelöst sein:

Vor allem Letzteres mag Sie überraschen. Natürlich ist die eigentliche Ursache in den Genen zu suchen, allerdings sagen diese nur eine erhöhte Chance, an androgenetischem Haarausfall zu leiden, voraus. Der Auslöser für den Ausbruch kann immer noch Stress sein.

Exkurs: Die biologischen Zusammenhänge zwischen Stress und Haarausfall

Eine Erklärung dazu, wie der biologische Zusammenhang zwischen Stress und Haarausfall aussieht, gibt es seit 2005 – verfasst von Prof. Dr. Eva Peters. Ihre Studie zeigt, dass Stress zu einer erhöhten Anzahl an Nervenfasern in der Haut, also auch in der Kopfhaut führen. Passiert dies während des Übergangs von Wachstumsphase der Haare zur Übergangsphase, aktiviert dies die sogenannten Mastzellen, was wiederum Entzündungen im Haarbalg verursacht.

Die Folge: Der Zelltod des Haarbalg-Gewebes. Und das führt dann zu Haarausfall.

Die beiden Hauptgründe für Stress = die beiden Beschleuniger für Haarausfall

Übergewicht und schlechter Schlaf als Beschleuniger für Haarausfall
Nicht nur Übergewicht kann ein Beschleuniger von Haarausfall sein, sondern auch schlechter Schlaf, denn im Schlaf erholen sich die Haarwurzeln.

Neben der Zunahme der Nervenfaser-Anzahl, stößt der Körper bei Dauerstress Adrenalin und Cortisol aus – doch die sind nicht das eigentliche Problem. Viel schlimmer sind die Abbauprodukte, was wiederum zu einem direkten Übergang zum Beschleuniger #1 für stressbedingtem Haarausfall führt: Übergewicht.

Die Abfallprodukte von Adrenalin und Cortisol begünstigen Haarausfall. Grundsätzlich ist der Ausstoß dieser Verbindungen nicht allzu tragisch – leiden Sie jedoch unter Übergewicht, werden die Abfallprodukte im Körper (länger) gespeichert, was wiederum den Übergang in den Blutkreislauf begünstigt. Von dort gelangen die Stoffe in die Talgdrüsen der Kopfhaut und lösen dort den Haarausfall aus.

Neben Übergewicht ist außerdem schlechter Schlaf ein Beschleuniger für Haarausfall, denn: die Wurzeln der Haare erholen sich im Schlaf – wenig Schlaf bedeutet dementsprechend kurze Erholungsphasen und damit kraftloses Haar, das leichter ausfällt.

Stressfaktoren beseitigen und so den Haarausfall stoppen

Es gibt kein Heilmittel in Form von medizinischen Präparaten – schließlich ist Stress nicht heilbar, sondern lediglich vermeidbar. Dafür sind jedoch Sie gefragt:

  • Versuchen Sie Stress zu vermeiden. Treten Sie im Job kürzer, sprechen Sie mit Ihren Vertrauten, wenn sie emotionalen Stress verspüren.
  • Reduzieren Sie Ihren Körperfettanteil, um der Einlagerung der Abfallprodukte von Adrenalin und Cortisol entgegenzuwirken.
  • Führen Sie bewusste Entspannungsübungen durch, um sich, Ihren Körper und Ihren Geist zu beruhigen.
  • Nutzen Sie Heilpflanzen, Globuli und andere natürliche Stressbewältiger, um den Alltag besser und vor allem mit mehr Ruhe zu bestreiten. Empfehlenswert, um den Haarausfall umzukehren sind beispielsweise:
    • Echter Baldrian in Form von Tees oder Dragees – hilft besser einzuschlafen.
    • Echtes Johanniskraut in Form von Tees oder Dragees – hilft gegen Depressionen, Unruhe und Angstgefühle.
    • Echter Hopfen in Tees oder Kräuterkissen – Hopfen wird selten separat verkauft und findet sich meist in Kombinationen von verschiedenen Kräutern wider. Er wirkt beruhigend und verbessert den Schlaf.
    • Zitronenmelisse als Tee oder ätherisches Öl – ebenfalls gegen Stress
    • Rosmarin als Tee oder als Gewürz – stärkt die Durchblutung, auch im Haarboden, was wiederum zu einem besseren Halt der Haarwurzeln führt.

Stressbedingter Haarausfall ist keine Seltenheit. Leiden Sie an Haarausfall, ohne dass eine medizinische Ursache vorliegt, so kann es lohnt, die aktuellen Lebensumstände einmal genau zu durchleuchten, denn: Bereits kleine Umstellungen können hier den Haarausfall stoppen und sogar umkehren.