Kopfmassage für Ihr Wohlbefinden & gesunde Haarwurzeln

Viele Menschen kämpfen gegen Haarausfall und Trichodynie (‚Missempfinden an der Kopfhaut‘). Häufig wird das Kribbeln, das bis hin zum schmerzhaften Brennen der Kopfhaut reichen kann, durch psychische Belastungen ausgelöst. Wenngleich die Wirkung von Kopfmassagen nicht von jedem anerkannt werden, kann das regelmäßige Massieren der Kopfhaut auf jeden Fall den Ursachen vorbeugen bzw. diese etwas lösen (wie Stress und nervöse Unruhe).

Im Folgenden erfahren Sie, was die Massage genau bewirken kann und wie sie am besten anzuwenden ist.

Die Wirkung der Kopfmassage auf Kopfhaut, Haarwurzel und Körper

wohltuende Kopfmassage
Eine wohltuende Kopfmassage wirkt sich auf unser Wohlbefinden, aber auch auf unsere Kopfhaut positiv aus.

Das Massieren der Kopfhaut regt die Haarfollikel an, wo die Haarwurzeln eingebettet sind und gebildet werden. Diese Haarfollikel brauchen Nährstoffe und einen gesunden Stoffwechsel, um arbeiten zu können und gesunde und gestärkte Haarwurzeln hervorzubringen. Die Massage fördert die Durchblutung der Kopfhaut, was die Nährstoffe schneller an ihren Platz bringt.

Gleichwohl die Wirkung zum Teil umstritten ist, Kopfmassagen entspannen auf jeden Fall. Sie sind ein Moment, in dem man sich sich selbst widmet und Gesichts- und Kopfmuskeln entspannt. Da, wie bereits erwähnt, Kopfhaut- und Haarwurzelschmerzen und Haarausfall stressbedingt auftreten können, setzt die Entspannung direkt an der Ursache an.

Außerdem regt das Massieren die Talgdrüsen an, was besonders bei unregelmäßiger (tendenziell zu geringer) Talgproduktion von Vorteil ist. Überschüssiger Talg, alte Hautschuppen und Kalk vom Wasser beim Haarewaschen werden von der Kopfhaut entfernt und diese somit schonend gereinigt. Besonders bei der Anwendung mit Apfelessig ist dieser Reinigungseffekt erwähnenswert.

Anleitungen für stimulierende und wirkungsvolle Kopfhautmassagen

Wie bei jeder Anwendung gibt es eine Reihe von Faktoren, die ausschlaggebend für das Gelingen der Anwendung sind. Im Fall der Kopfmassagen, kann man auf Folgendes achten:

  • In welche Richtung, bzw. wie genau massiert wird,
  • wie regelmäßig die Anwendung durchgeführt wird,
  • welche Mittel und Flüssigkeiten für die Massage verwendet werden können und was diese bewirken,
  • auf welche Effekte geachtet werden kann,
  • was vor und nach der Behandlung beachtet werden sollte.

Massagerichtung und -druck

Prinzipiell kann man in jede Richtung massieren, die einem angenehm vorkommt. Am angenehmsten wird es meistens empfunden, wenn beim Nacken begonnen wird und mit kreisenden Bewegungen über den Opferkopf zum Haaransatz der Stirn vormassiert wird. Anschließend wandert man über die Ohren und die Seiten des Kopfes zu den Schläfen.

Man massiert mit mäßigem Druck etwa 3-5 Minuten lang und lässt die Massageflüssigkeit anschließen 20-45 Minuten (je nach Flüssigkeit) einziehen.

Intervall der Anwendung

Die Massage führt man am besten einmal pro Woche, jedoch vorzugsweise nicht öfter als 2-mal pro Woche durch.

Natürliche Massageflüssigkeiten

Durchblutung anregen mit Kopfhautmassage
Auch die Haarbürste bietet sich an, um die Kopfhaut zu massieren und so die Durchblutung anzuregen.

Am besten für Kopfmassagen sind natürliche Öle geeignet. Besonders zu empfehlen sind Kokos- oder Olivenöl, die man etwa eine halbe Stunde einwirken lassen kann. Anschließend wäscht man die Haare wie gewohnt. Man kann eines dieser Öle zu gleichen Teilen mit Rizinusöl oder Klettenwurzelöl vermischen. Das versorgt die Kopfhaut mit Fettsäuren und Vitamin E. Für einen natürlichen Duft, kann man ätherische Öle hinzugeben.

Alternativ kann man zu Apfelessig greifen. Dazu gibt man auf einen Liter Wasser 3 EL Apfelessig, spült damit die gewaschenen Haare aus und lässt es kurz einwirken. Anschließend wird wie beschrieben massiert. Man kann das Apfelessigwasser aus den Haaren ausspülen, oder man belässt es dort. Das kommt darauf an, wie intensiv der Geruch des Apfelessigs durchkommt.

Durch den Apfelessig werden Kopfhaut und Haare gereinigt und vor allem vom Kalk im Wasser befreit. Die Haare werden dadurch weich und geschmeidig.

Aloe-Vera-Gel mit Zitronensaft kann ebenso der Massage dienen. Einmassieren – 20 Minuten einziehen lassen – Auswaschen.

Wärmegefühl der geförderten Durchblutung

Bei der Massage sollte der Druck in etwa so hoch sein, dass man nach einiger Zeit ein Wärmegefühl auf der Kopfhaut bekommt. Daran merkt man, dass die Durchblutung intensiver wird und sich der gewünschte Effekt einstellt.

Entspannung als Abschluss

Da die Massage ja zur Entspannung und zur Lösung von Stress angewandt wird, sollte man dem nicht im Weg stehen, indem man nach der Anwendung sofort wieder von A nach B hetzt. Nehmen Sie sich wirklich Zeit, kommen Sie an, atmen Sie ruhig und seien Sie sich bewusst, dass Sie in diesem Moment tatsächlich nichts Besseres zu tun haben.

Kopfmassagen sind leider natürlich kein Garant für kräftiges Haar, reduzierten Haarausfall, oder gar beschleunigtes Haarwachstum. Sie können allerdings unterstützend und vorbeugend wirken und die Kopfhaut entlasten. Ein bis maximal zwei Anwendungen pro Woche mit einem gesunden Öl, oder Apfelessig, können keinesfalls Schaden anrichten.