Alternative Ursachen für Haarausfall

Der Verlust von Haaren ist eine vollkommen natürliche Angelegenheit. Die Haare durchlaufen mehrere Phasen, in denen sie erst wachsen, dann ruhen und schließlich ausfallen. Auf diese Weise wird Platz für neue Haare gemacht. Wenn täglich weniger als 100 Haare ausfallen, spricht man von natürlichem Haarausfall. Wenn diese Grenze allerdings überschritten wird, liegt der Verdacht nahe, dass der Haarausfall krankheitsbedingt ist.

Die Ursachen von Haarverlust
Haarausfall kann viele verschiedene Ursachen haben

Verschiedene Auslöser

Wenn Sie sich auf die Suche nach der Ursache für Ihren Haarausfall machen, werden Sie schnell feststellen: Es gibt viele verschiedene Gründe, die dafür sorgen, dass die Haare verloren gehen.

Neben den drei Hauptformen des Haarausfalls – erblich bedingtem, kreisrundem und diffusem Haarausfall – gibt es unzählige weitere Typen. Sie alle zeichnen sich durch unterschiedliche Ursachen aus, haben jedoch immer die gleiche Auswirkung: Das Haupthaar wird immer lichter und schüttere Stellen entstehen. Im schlimmsten Fall kommt es zur Bildung einer Glatze.

Wie unterschiedlich die Ursachen für Haarausfall sein können, zeigt Ihnen die folgende Übersicht:

Pilzinfektionen am Kopf

Eine Pilzinfektion, auch Tinea capitis genannt, sorgt meist bei Kindern für Haarausfall. An allen Stellen der Kopfhaut, die von der Pilzinfektion betroffen sind, kann es zum Haarverlust kommen. Die Haare wachsen in der Regel nach, wenn die Infektion abgeklungen ist.

Hauterkrankungen

Ganz ähnlich verhält es sich, wenn die Kopfhaut von anderen Hauterkrankungen betroffen ist. Hierzu gehört unter anderem die Schuppenflechte. Auch im Fall von Hauterkrankungen ist der Haarausfall meist nur temporär.

Verletzungen der Kopfhaut

In manchen Fällen sind Unfälle und Verletzungen der Kopfhaut der Grund für den Haarverlust. Beispiele hierfür sind Verbrennungen oder Säure- und Laugenverätzungen. In schweren Fällen wird die Kopfhaut so stark verletzt, dass die Haare nicht wieder nachwachsen können.

Traumatische Alopezie

Wird ein anhaltender Druck auf die Haare ausgeübt – beispielsweise durch dauerhaftes Liegen oder das Tragen einer engen Kopfbedeckung – kann es zu Haarverlust kommen. In den Bereich der traumatischen Alopezie fällt auch der Verlust der Haare durch ständiges Kratzen.

Traktionsalopezie

Den Spruch „Das ist ja zum Haare raufen!“ sollten Sie besser nicht zu ernst nehmen. Ein extrem starker Zug an den Haarwurzeln kann dazu führen, dass gesundes Haar ausfällt. Das gleiche gilt auch für strenge Frisuren.

Zwanghaftes Ausreißen der Haare

Manche Menschen entwickeln den „Tick“, ständig an den Haaren herumzuspielen. In manchen Fällen wird daraus der Zwang, die Haare herauszureißen oder sie abzuschneiden. Auch hierbei handelt es sich um eine Ursache für Haarausfall. Menschen, die Ihre Haare zwanghaft herausreißen oder abschneiden, leiden unter enormen psychischen Stress und kompensieren ihn auf diese Weise für eine kurze Zeit.

Medikamente

Unterschiedliche Medikamente haben die Nebenwirkung, dass die Haare durch die Einnahme ausfallen können. Zu diesen Medikamenten gehören unter anderem:

  • Krebsmedikamente
  • Mittel gegen hohe Cholesterinwerte
  • Blutdruck-Mittel
  • Antidepressiva

Mangelerscheinungen

Eine einseitige und ungesunde Ernährung kann unter Umständen ebenfalls zu Haarausfall führen. Die Haare sind besonders anfällig, wenn ein Eisen- oder Zinkmangel vorliegt.

Röntgenstrahlung

Ähnlich wie bei einer Chemotherapie können auch Röntgenstrahlen zu Haarausfall führen.

Nicht nur der Kopf ist betroffen

Im Fall des erblich bedingten und des kreisrunden Haarausfalls gehen die Haare immer in einer ganz bestimmten Weise verloren. Anders verhält es sich bei den oben genannten alternativen Ursachen für Haarausfall. Hier ähnelt das Krankheitsbild dem des diffusen Haarausfalls. Das bedeutet, dass die Haare auf dem gesamten Kopf ausfallen können. Hinzu kommt, dass der Haarausfall häufig auch auf den gesamten Körper übergeht und unter anderem die Scham-, Achsel- und Beinhaare ausfallen.

Wenn Sie feststellen, dass Sie täglich mehr als 100 Haare verlieren, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser kann mithilfe einer Reihe von Untersuchungen herausfinden, was der Grund für den krankhaften Haarausfall ist. Diese Erkenntnis ist wichtig, um den Haarverlust effektiv behandeln, ihn zu verlangsamen oder sogar komplett zu stoppen.