Trichologie

Die Trichologie ist eine Wissenschaft, die sich mit dem menschlichen Haar auseinandersetzt. Es handelt sich hierbei um ein Teilgebiet der kosmetischen Dermatologie, die auch die Kopfhaut und die Haarwurzeln umfasst. Der erste Teil des Wortes stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Haar“. Die Trichologie versucht herauszufinden, wie Haarausfall und andere Haarerkrankungen wirksam behandelt werden können. Auch, wenn die Haare nicht überlebenswichtig für den Menschen sind, spielen sie dennoch eine wesentliche Rolle und gelten daher als besonders schützenswert.

Grundlagen der Trichologie

Um herauszufinden, was die Ursachen für Haarausfall oder andere Haarprobleme sind, werden bei der Trichologie zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, die nicht nur die Haare betreffen. Auch Blutuntersuchungen gehören fest zu dieser dermatologischen Teildisziplin und helfen dabei, herauszufinden, unter welcher Beschwerde der Patient leidet. Untersuchungsmöglichkeiten sind also:

  • Blutentnahme
  • Trichogramme
  • Kopfhautproben

Ein Trichogramm wird angefertigt, um das Haarverteilungsmuster oder den Haarwurzelstatus zu bestimmen. Auf diese Weise kann ermittelt werden, in welcher Wachstumsphase sich ein Haar aktuell befindet. Die drei Phasen, die ein Haar im Laufe seines Lebens durchläuft, sind:

  • Wachstumsphase
  • Übergangsphase
  • Ruhephase

Die große Mehrheit der Haare des Menschen (und zwar nicht nur die, die auf dem Kopf wachsen) befinden sich in der Wachstumsphase.

Befunde der Trichologie

Die meisten Menschen, die sich an einen Trichologie-Experten, sprich einen Facharzt für Dermatologie wenden, leiden unter krankhaftem Haarausfall, welcher in verschiedene Kategorien (beispielsweise anlagenbedingtem oder diffusem Haarausfall) unterteilt werden kann.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe anderer Leiden, die im Zuge der Trichologie behandelt werden. Hierzu gehören:

  • Pilzbefall der Kopfhaut
  • Schuppenflechten

Wurde die Ursache für ein Haar- oder Kopfhautproblem gefunden, so ist es die Aufgabe der Trichologie und auch des Patienten, diese zu beseitigen. Nicht selten wird beispielsweise diffuser Haarausfall durch persönlichen Stress hervorgerufen.

Konnte ein anderer Grund, beispielsweise Eisenmangel oder andere Krankheiten als Auslöser des Haarausfalls identifiziert, können dem betroffenen Patienten entsprechende Medikamente verschrieben werden.