Telogenphase

Die Telogenphase (oder auch Ruhephase) ist die dritte und letzte Phase im Haarzyklus. In dieser Phase verbleiben die Haare einige Zeit noch ohne Wachstum an der Kopfhaut, bis sie sich schließlich ganz ablösen. Die Telogenphase bildet somit den Übergang zu einem neuen Haarzyklus: Nach dem Absterben des alten Haars bildet sich im Haarfollikel ein neues Haar.

Übrigens: Der Haarverlust in der Telogenphase ist ein natürlicher Prozess und kein Grund zur Sorge. Jeder Mensch verliert täglich bis zu 100 Haare, die sich in der Telogenphase befunden haben.

So läuft die Telogenphase ab

Tatsächlich fallen die Haare mit dem Eintritt in die Telogenphase nicht sofort aus. Zuerst befinden sie sich in einem Ruhezustand ohne Wachstum, erst gegen Ende der Phase werden sie abgestoßen und abgelöst.

In der Telogenphase finden also unterschiedliche Prozesse statt:

  • Der Haarfollikel stellt seine Aktivitäten ein.
  • Das Haar ist immer weniger verankert.
  • Im Haarfollikel bildet sich bereits das neue Haar.
  • Das nachwachsende Haar schiebt das alte nach oben.
  • Die Verengung der Follikel zwingt das Haar, nach oben zu wandern und auszufallen.

Der Haarausfall wird entweder durch das neue Haar ausgelöst oder durch äußerliche Reize, wie zum Beispiel Kämmen, Stylen und Waschen.

Fallen die Haare in der Telogenphase aus, weil man an ihnen zieht?

Nein, nicht direkt: Wichtig ist hier anzumerken, dass Kämmen und Waschen nicht ursächlich für das Ausfallen verantwortlich sind: Der Grund liegt immer darin, dass die Haare bereits „locker“ sitzen, da sich der Haarfollikel zurückgebildet hat. Übermäßige Pflege wie intensiv heißes Föhnen oder häufiges Bleichen lässt das Haar abbrechen, führt aber in der Regel nicht zu Haarausfall. Die Haare, die man beim Kämmen verliert, wären wenig später sowieso von selbst ausgefallen.

Wie lange dauert die Telogenphase?

Die Telogenphase dauert etwa zwei bis vier Monate und ist damit länger als die Katagenphase, aber kürzer als die Anagenphase. Der Anteil der Haare in der Telogenphase beträgt ungefähr 10 bis 20 % des gesamten Kopfhaars. Haare in der Telogenphase werden auch als „Kolbenhaar“ bezeichnet.