Haarzyklus

Der Ausfall von einzelnen Haaren sorgt bei vielen Menschen immer wieder für Verwirrung. Es handelt sich hierbei jedoch keinesfalls um ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Problem oder Haarerkrankungen, sondern um einen völlig natürlichen und notwendigen Prozess, denn: Haare müssen im Laufe der Zeit „absterben“, um Platz für neue zu machen. Dieser Prozess nennt sich „Haarzyklus“.

Die drei Phasen des Haarzyklus

Der Zyklus, den jedes Haar – übrigens nicht nur die auf dem Kopf, sondern am ganzen Körper – im Laufe seines Lebens durchläuft, wird in drei Phasen unterteilt:

  • Wachstumsphase (Anagenphase):
    Der größte Teil der Haare (80 – 90 %) befindet sich in der Wachstumsphase. Diese dauert etwa zwei bis sechs Jahre. Ziel der Haare in dieser Phase ist das Wachstum. Grund hierfür ist die permanente Produktion neuer Zellen, die dafür sorgen, dass die Haare länger werden. Wie lang die Haare maximal werden, hängt von genetischen Faktoren ab.
  • Übergangsphase (Katagenphase):
    Auf die Phase des Wachstums folgt eine kurze Zeit des Übergangs. In dieser Zeitspanne, die rund zwei Wochen umfasst, wird die Zellproduktion eingestellt, das Haar wächst nicht mehr weiter. Stattdessen wird das Haar in Richtung Kopfhautoberfläche geschoben. Nur rund 1 % aller Haare befindet sich in der Übergangsphase.
  • Ruhephase (Telogenphase):
    In dieser Phase findet der Wechsel zwischen altem und neuem Haar statt. Während das alte ausfällt, schiebt sich das neue hinterher und durchlebt im Anschluss selbst die drei Phasen des Haarzyklus. Die Ruhephase dauert maximal vier Monate. Etwa 10 – 20 % der Haare befinden sich in diesem Stadium.

Asynchroner Zyklus

Jedes Haar auf dem menschlichen Körper folgt seinem ganz eigenen Rhythmus. Das bedeutet, dass sich nicht alle Haare in ein und derselben Phase befinden. Demzufolge fallen die Haare in der Ruhephase immer nach und nach und niemals alle auf einmal heraus.

Daraus ergibt sich, dass der Mensch jeden Tag bis zu 100 Haare verliert. Ein Haarverlust bis zu dieser Grenze ist also vollkommen unbedenklich und absolut natürlich.